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  • Dr. med. Norbert Hüllebrand
    Dr. med. Norbert Hüllebrand
    Chefarzt
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Thoraxchirurgie

= Chirurgie des Brustkorbes

Die Thoraxchirurgie hat sich bei uns zu einem weiteren überregionalen Schwerpunkt entwickelt. Im Vordergrund steht die Behandlung des Lungenkrebses (= Bronchialkarzinoms) sowie die Behandlung von gutartigen und bösartigen Tumoren, des Rippenfells, der Brustkorbwand oder des Mediastinums (= Mittelfellraum).

Diese Krankheiten bedürfen einer engen Kooperation von Pulmologen (= Lungenfachärzten), Onkologen, thoraxchirurgisch versierten Anästhesisten und einem erfahrenen Thoraxchirurgen. Neben dem Chefarzt mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung ist ein Oberarzt mit dem Schwerpunkt Thoraxchirurgie für diese Krankheitsbilder zuständig. In unserem Haus kommen alle in der modernen Thoraxchirurgie verwendeten Verfahren zur Anwendung. Dies betrifft sowohl die Diagnostik (beispielsweise flexible/starre » Bronchoskopie, bildgebende Verfahren einschließlich der Computertomographie, Kernspin-Tomographie und nuklearmedizinischer Untersuchungen, Thorakoskopie (= Brustkorbspiegelung), Mediastinoskopie (= Spiegelung des Mittelfellraumes zur Klärung, ob Lymphknoten befallen sind)) als auch die Therapie.

Entsprechende Funktionsuntersuchungen der Lunge (= Bodyplethysmographie) und Lungenszintigraphien gehören zur Routine. Damit kann vor der Operation abgeschätzt werden, auf wieviel Lungengewebe der Patient verzichten kann, ohne nach der Operation Luftnot zu verspüren. Selbst, wenn keine Operation mehr sinnvoll oder möglich ist, stehen in unserem Hause alle Möglichkeiten einer Behandlung (Lasertherapie, » Stents und ähnliche) zur Verfügung.

Für jeden Patienten wird vor Behandlungsbeginn individuell im interdisziplinären Gespräch (in der sogenannten Tumorkonferenz) festgelegt, welche Behandlungsform die jeweils besten Erfolgsaussichten hat, beispielsweise » Chemotherapie und/oder » Bestrahlung vor (= neoadjuvant) oder nach (= adjuvant) einer Operation. Außer der Behandlung von Tumoren, die von der Lunge und von anderen Organen im Brustraum ausgehen, wird eine Vielzahl anderer Erkrankungen des Thorax behandelt. Beispiele sind die Entfernung von Lungenmetastasen, die Behandlung von entzündlichen Erkrankungen wie Eiterungen zwischen Lungen- und Rippenfell (= Pleuraempyem), medikamentös nicht beherrschbaren Formen der Tuberkulose oder Pilzinfektionen sowie des Pneumothoraxes (Lungenkollapses, bei dem beispielsweise durch Platzen einer Lungenblase Luft in den Brustraum eintritt). Oftmals ist es möglich, einige dieser Erkrankungen (wie den Spontan-Pneumothorax oder das Pleuraempyem) durch einen » minimal-invasiven Zugang, das heißt durch eine Spiegelungsoperation, zu behandeln, so dass der Patient innerhalb weniger Tage wieder entlassen werden kann.

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