Basale Stimulation
Das Konzept der Basalen Stimulation entstand in den 70er Jahren in der Förderpädagogik. Ab Mitte der 80er Jahre wurde das Konzept auch für den klinischen Alltag auf Menschen mit schweren körperlichen und geistigen Erkrankungen übertragen.
Ebenso wie in der Pädagogik, ist auch in der Krankenhauspflege das Ziel der Basalen Stimulation die Begleitung und Förderung individueller Lernprozesse. Dies geschieht durch einen gegenseitigen Lernprozess. So bieten Pflegende ihrem Patienten eine Tätigkeit an und warten nach diesem Impuls auf die Reaktion des Patienten. Diese Reaktionen werden im weiteren Verlauf der Basalen Stimulation das therapeutische Handeln beeinflussen. Dadurch bestimmt der Patient die Pflege indirekt mit. Selbstbestimmtheit, Vertrauen in die eigene Wirksamkeit, Entwicklung eines eigenen Rhythmuses, Autonomie, aber auch eigenverantwortliches Handeln sind grundlegende Dimensionen der Basalen Stimulation.
Basale Stimulation ist ein ganzheitliches Konzept und entwickelt sich aus der Beziehung zwischen dem Patienten und dem Pflegenden. Sie ist hoch individualisiert und bietet dem Patienten gezielt aktivierende und fördernde Wahrnehmungsmöglichkeiten an.



