hydroelektrische Bäder
Hydroelektrische Bäder sind Voll- oder Teilbäder, durch die galvanischer, faradayscher oder Wechselstrom geleitet wird. Sie dienen der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen, chronischen Muskel- und Nervenentzündungen sowie Durchblutungsstörungen.
Eine besondere Form hydroelektrischer Bäder ist das » Stangerbad, das nach Johann Jakob Stanger, ein Gerbermeister aus Ulm, benannt wurde. In die hierbei verwendeten Wannen sind in die Wände große, plattenförmige Elektroden eingelassen. Zwei links, zwei auf der rechten Seite und jeweils eine Kopf- und eine Fußelektrode. Diese Anordnung ermöglicht, dass der im Bad liegende Körper wahlweise in verschiedene Richtungen von elektrischem Strom durchflossen werden kann. Die Schaltung richtet sich nach den Indikationen. So wird bei rheumatischen Erkrankungen eine absteigende, also eine im Körper von oben nach unten verlaufende, Stromrichtung gewählt. Diese soll die nervale Erregbarkeit sowie die Muskelspannung herabsetzen. Bei Lähmungen hingegen versucht man durch aufsteigende Ströme die Muskel- und Nerventätigkeit zu stimulieren. Durch die Verwendung von Gleichstrom und die sehr hohen Sicherheitsstandards birgt ein solches Bad keinerlei Gefahren.
Die Kliniken im Naturpark Altmühltal bieten neben den hydroelektrischen Bädern noch eine Vielzahl weiterer Anwendungen zu Wasser und verschiedene Arten von » Bädern.



